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Welche Weißweine haben wenig Säure?

Ein gutes Gläschen kühler Wein aus einem Weinkühlschrank zu einem opulenten Essen, ist für viele Genießer ein Muss. Dabei fallen aber immer wieder Sätze, wie „Bitte für mich keinen sauren Wein, der schmeckt mir nicht!“ oder „Ich vertrage keinen sauren Wein!“. Dabei ist Säure für jeden Wein ein wesentlicher Bestandteil, der für Farbe und Geschmack des Weins zuständig ist.

Welche Weißweine haben wenig Säure – Wann ist ein Wein sauer?

Welche Weißweine haben wenig Säure?

© eliasbilly / Fotolia.com

Weinsäure ist nicht die einzige Säure im Wein. Apfelsäure und Zitronensäure zählen gemeinsam mit der Weinsäure zu den nicht flüchtigen Säuren, die bereits in den Weintrauben enthalten sind.

Während des Gärungsprozesses entstehen weitere Säuren, wie die Milchsäure. Sie alle lassen uns den Wein als frisch, lebendig und voller Aromen schmecken.

Je nach Winzerart und Traubenzusammensetzung liegt der Säuregehalt eines Weißweines zwischen 4 und 9 g/l. Bis zu 5 g/l spricht man von einem säurearmen Wein, ab 7,5 g/l von einem säurestarken Wein. Diese objektiven Messungen sind aber nicht immer ident mit der empfundenen Säure.

Der im Wein enthaltene Zucker ist maßgeblich für unser Säureempfinden verantwortlich. Ein säurearmer und wenig süßer Wein wird schnell als sauer empfunden, während stark säurehaltige Weine mit einem hohen Zuckergehalt als mild geschmeckt werden kann. Aber auch die Trinktemperatur spielt eine große Rolle, wenn es um die geschmackliche Interpretation von Weißweinen geht. In meinem Artikel „Welche Trinktemperatur für Weißwein?“ erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Aber auch die Technik „Wie verkostet man Wein richtig?“ spielt eine tragende Rolle.

Was erhöht oder vermindert die Säure?

Neben dem tatsächlichen Säuregehalt und dem Zuckerspiegel haben auch die klimatischen Verhältnisse, die Rebsorte, die Lagerung und der Alkoholgehalt eine Wirkung auf die empfundene Säure.

Die Rebsorten

Eher säurebetonte Weine sind Riesling, Sauvignon Blanc, Silvaner und Grüner Veltliner, während die Rebsorten Weißburgunder, Pinot Grigio, Trebbiano, Chardonnay und Rivaner als säurearm anzusehen sind.

Das Klima

In wärmeren Regionen lässt die Hitze und die Sonne die Säure in den Trauben schneller verdampfen. Daher sind Weine aus südlicheren Regionen meistens säurearmer. Süditalien, Südfrankreich, Zentral- und Südspanien, Südafrika, Australien und Kalifornien hat daher eher lieblichere, weil säureärmere Weine, hingegen werden in Deutschland, Norditalien, Frankreich, Österreich und Nordspanien säurehältigere Weine gekeltert.

Der Alkoholgehalt

Ein Alkoholgehalt unter 12 Vol/% kann bei trockenen Weinen ein Zeichen für einen höheren Säureanteil sein, weil wenig Alkohol auf einen frühen Lesezeitpunkt hindeutet.

Die Reifung und Lagerung

Wenn Weine längere Zeit in großen Holzfässern gelagert werden, wird Säure auf biologische Weise abgebaut. Weine aus Holzlagerung beinhalten daher weniger Säure als Weine aus Flaschenlagerung. Tipps zur Lagerung in den heimischen vier Wänden erhalten Sie in meinem Ratgeber „Wo kann man Wein am besten Lagern?

Wenn fette Speisen und deftige Gerichte mit Wein kombiniert werden, werden unangenehme Säureattacken oft fälschlich dem Wein zugeordnet. Süße Weine hingegen werden trotz ihrer Säure als angenehm erlebt. Damit entscheidet letztlich die begleitenden Umstände und der eigene Gaumen über den subjektiven Säuregehalt eines Weißweines.

In meinem Weinkühlschrank Test habe ich zudem die besten Weinkühler für Sie zusammen gestellt.



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